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Ratgeber Fassade

Was kostet es, die Fassade streichen zu lassen?

Ein neuer Fassadenanstrich kostet vom Fachbetrieb meist einen mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrag. Wir zeigen, welche Posten dazugehören und warum das Gerüst und die Vorarbeiten so viel ausmachen.

Kosten auf einen Blick

Richtwerte aus öffentlichen Quellen, Stand Oktober 2026. Ihren Festpreis nennen wir nach der kostenlosen Besichtigung.

PositionRichtwertHinweis
Fassadenanstrich komplett31–72 €/m²Inkl. Gerüst, Reinigung, Grundierung, zwei Anstrichen (Aroundhome, 08/2026)
Fassadenanstrich vom Fachbetrieb25–55 €/m²Zweite Quelle, ab 25 € bei gut erhaltenem Putz (Clean-Invoice, 02/2026)
Einfamilienhaus, ca. 200 m² Fassade6.200–14.400 €Zwei Vollgeschosse, normale Vorarbeiten
Gerüst inkl. Auf- und Abbau8–16 €/m²Bei rund vier Wochen Standzeit
Hochdruckreinigung2–5 €/m²Als Teil der Gesamtkalkulation
Algen- und Pilzbehandlung5–15 €/m²Nur bei Befall nötig
Grundierung3–6 €/m²
Zweifacher Anstrich, Arbeit und Material15–35 €/m²
Kleine Risse spachteln3–8 €/m²
Putzabplatzungen ausbessern15–30 €/m²
Silikonharzfarbe (nur Material)8–15 €/m²Dispersionsfarbe ca. 3–8 €, Silikatfarbe ca. 10–18 €
Stundensatz Maler40–60 €/Std.

Die gute Nachricht vorweg: Ein Fassadenanstrich ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um ein Haus optisch zu erneuern und den Putz vor Wetter zu schützen – ohne gleich in eine Komplettsanierung einzusteigen. Was er kostet, hängt allerdings weniger von der Farbe ab, als viele denken. Den größten Unterschied machen Gerüst, Zustand des Untergrunds und die Arbeitszeit des Malerteams.

Woraus sich der Preis pro Quadratmeter zusammensetzt

Wer „Fassade streichen Kosten“ recherchiert, stößt meist auf einen Gesamtpreis pro Quadratmeter. Aroundhome nennt dafür aktuell 31 bis 72 Euro, eine zweite Übersicht liegt bei 25 bis 55 Euro. Hinter dieser Zahl stecken mehrere Arbeitsschritte:

  1. Gerüst: Ab dem ersten Obergeschoss geht es nicht ohne. Für Auf- und Abbau samt einigen Wochen Standzeit setzen die Quellen etwa 8 bis 16 Euro pro Quadratmeter an.
  2. Reinigung: Damit die neue Farbe hält, muss die Oberfläche sauber und tragfähig sein. Eine Hochdruckreinigung schlägt mit 2 bis 5 Euro zu Buche, bei Algenbefall kommen 5 bis 15 Euro für die Behandlung hinzu.
  3. Ausbessern: Kleine Haarrisse sind schnell gespachtelt (3 bis 8 Euro pro Quadratmeter), Abplatzungen im Putz deutlich aufwendiger (15 bis 30 Euro).
  4. Grundierung und Anstrich: Grundierung kostet etwa 3 bis 6 Euro, zwei Anstriche inklusive Material und Arbeit 15 bis 35 Euro pro Quadratmeter.

Daran sieht man: Die Farbe selbst ist nur ein Teil der Rechnung. Laut Aroundhome liegt der Arbeitslohn für den Fassadenanstrich bei 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter – der Stundensatz eines Malers bewegt sich zwischen 40 und 60 Euro.

Beispielrechnung: Reihenhaus und freistehendes Haus

Reihenmittelhaus mit rund 100 m² Fassade (Vorder- und Rückseite): Bei 25 bis 55 Euro pro Quadratmeter landet man rechnerisch bei 2.500 bis 5.500 Euro. Die Übersicht von Clean-Invoice nennt für Reihenhäuser mit 80 bis 120 m² eine Spanne von 2.400 bis 6.600 Euro.

Freistehendes Einfamilienhaus mit etwa 200 m² Fassade, zwei Vollgeschosse: Hier gibt Aroundhome 6.200 bis 14.400 Euro an. Das obere Ende erreicht man vor allem dann, wenn der Putz an mehreren Stellen ausgebessert werden muss oder Algen behandelt werden. Aufgeschlüsselt nennt die Quelle für dieses Haus etwa 1.600 bis 3.200 Euro für das Gerüst bei vier Wochen Standzeit, 400 bis 1.000 Euro für Reinigung und Abkleben, 600 bis 2.000 Euro für Ausbesserungen, 600 bis 1.200 Euro für die Grundierung und 3.000 bis 7.000 Euro für den zweifachen Anstrich. Das Gerüst allein macht damit gut ein Fünftel der Summe aus.

Gleiches Haus, aber mit größeren Putzschäden: Wird großflächig neu verputzt, nennt Aroundhome 25 bis 60 Euro pro Quadratmeter allein für die Putzerneuerung. Dann verändert sich das Projekt von einem Anstrich zu einer Fassadensanierung.

Welche Farbe sich auf lange Sicht rechnet

Bei den Materialpreisen nennt Aroundhome etwa 3 bis 8 Euro pro Quadratmeter für Dispersionsfarbe, 8 bis 15 Euro für Silikonharzfarbe und 10 bis 18 Euro für Silikatfarbe. Auf den ersten Blick ist die günstigste Farbe also die beste Wahl. Clean-Invoice rechnet jedoch über 20 Jahre vor, dass ein langlebiger Silikonharzanstrich am Ende günstiger kommen kann als mehrere Anstriche mit einfacher Dispersionsfarbe – weil Gerüst und Arbeitszeit jedes Mal neu anfallen.

Welche Farbe passt, hängt außerdem vom Untergrund ab. Auf mineralischem Putz verhalten sich Silikatfarben anders als auf einem alten Dispersionsanstrich. Das sollte vor der Bestellung geprüft werden, damit die Schichten zueinander passen.

Sparen ja – aber an der richtigen Stelle

  • Gerüst mehrfach nutzen: Wer ohnehin ein Gerüst stellt, kann Dachrinnen reinigen, Fensterbänke tauschen oder Holzteile streichen lassen. Der teuerste Fixposten fällt dann nur einmal an.
  • Zeitpunkt wählen: Wird gestrichen, bevor sich Risse vergrößern und Feuchtigkeit in den Putz zieht, bleiben die Vorarbeiten überschaubar.
  • Angebote auf gleicher Basis vergleichen: Achten Sie darauf, ob Gerüst, Reinigung und Grundierung enthalten sind. Ein niedriger Quadratmeterpreis ohne diese Posten ist nicht vergleichbar.

Und selbst streichen? Clean-Invoice rechnet für Material und Gerüstmiete in Eigenregie mit etwa 7 bis 14 Euro pro Quadratmeter. Das klingt verlockend, setzt aber Erfahrung im Umgang mit Gerüst, Untergrundprüfung und Farbsystemen voraus – und die Zeit, eine ganze Fassade bei passendem Wetter in einem Zug zu streichen. Ungleichmäßige Ansätze sind auf einer großen Wand später deutlich sichtbar.

Nicht sparen sollte man an der Vorbereitung. Eine Farbe, die auf einem nicht gereinigten oder kreidenden Untergrund aufgetragen wird, kann nach kurzer Zeit abblättern – und dann steht das Gerüst ein zweites Mal.

Förderung und Steuer: Was beim Anstrich möglich ist

Ein reiner Fassadenanstrich gilt nicht als energetische Sanierung. Die BAFA fördert im Rahmen der Einzelmaßnahmen zwar die Dämmung der Gebäudehülle mit einem Grundfördersatz von 15 Prozent, den Anstrich allein aber nicht. Wer ohnehin über eine Dämmung nachdenkt, sollte das vor dem Streichen klären: Für ein Wärmedämmverbundsystem einschließlich Anstrich nennt Aroundhome 135 bis 265 Euro pro Quadratmeter, und ein späteres Nachrüsten würde den neuen Anstrich wieder zunichtemachen.

Für den Arbeitslohn kommt die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen bei selbst genutztem Wohneigentum in Frage. Beide Quellen nennen dafür 20 Prozent der Arbeitskosten, höchstens 1.200 Euro Steuerersparnis im Jahr.

Ihr Fassadenanstrich in Rhein-Main

Bei Fassadenarbeiten mit Zuhause Rhein-Main stellen wir das Gerüst, reinigen, bessern aus und streichen – alles mit eigenen Teams und einem festen Ansprechpartner. Sollen innen gleich Treppenhaus oder Wohnräume mitgemacht werden, übernehmen wir auch die Malerarbeiten. Nach der kostenlosen Besichtigung bekommen Sie ein schriftliches Festpreis-Angebot. Starten können Sie mit der Anfrage zum Fassadenanstrich.

Kostenfaktoren

Wovon der Preis abhängt

  • Fassadenfläche

    Gerechnet wird die tatsächliche Wandfläche – Giebel, Gauben und Vorsprünge vergrößern sie gegenüber der Grundfläche des Hauses.

  • Gerüst und Standzeit

    Höhe, Zugänglichkeit des Grundstücks und die Dauer der Arbeiten bestimmen die Gerüstkosten.

  • Zustand des Putzes

    Kreidende Oberflächen, Risse oder hohl liegende Stellen müssen vor dem Streichen behoben werden.

  • Bewuchs und Verschmutzung

    Algen, Moos oder Pilzbefall verlangen eine Reinigung und Behandlung, sonst kommen sie rasch wieder.

  • Farbsystem

    Dispersions-, Silikonharz- und Silikatfarben unterscheiden sich im Materialpreis und darin, wie lange der Anstrich hält.

  • Details und Abklebearbeiten

    Viele Fenster, Faschen, Sockel oder Holzteile erhöhen den Aufwand fürs Abdecken und Schneiden.

  • Zusatzarbeiten am Gerüst

    Wer Dachrinnen, Fensterbänke oder Dämmung gleich mit erledigt, nutzt das Gerüst doppelt.

Häufige Fragen

Fragen zu den Kosten

Was kostet es, ein Einfamilienhaus außen streichen zu lassen?

Für ein Haus mit etwa 200 m² Fassadenfläche nennt Aroundhome 6.200 bis 14.400 Euro inklusive Gerüst und Vorarbeiten. Bei kleineren Häusern mit 150 bis 200 m² Wandfläche liegt eine zweite Quelle bei etwa 4.500 bis 11.000 Euro.

Wie berechne ich meine Fassadenfläche?

Grob multiplizieren Sie den Hausumfang mit der Wandhöhe bis zur Traufe und addieren die Giebeldreiecke. Fenster werden in Angeboten oft nicht abgezogen, weil das Arbeiten um sie herum zusätzlich Zeit kostet. Genaue Maße nehmen wir bei der Besichtigung.

Welche Fassadenfarbe ist am günstigsten?

Im Einkauf ist Dispersionsfarbe meist die preiswerteste. Silikonharz- und Silikatfarben kosten mehr, gelten aber als langlebiger. Rechnet man über 20 Jahre, kann der teurere Anstrich günstiger sein, weil seltener neu gestrichen werden muss.

Gibt es eine Förderung für den Fassadenanstrich?

Ein reiner Anstrich ist keine energetische Maßnahme und wird über die BAFA nicht bezuschusst. Gefördert wird dort die Dämmung der Außenwand mit 15 Prozent. Für den Arbeitslohn beim Streichen kommt die Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen in Betracht.

Wann ist die beste Jahreszeit für den Fassadenanstrich?

Fassadenfarben brauchen trockenes Wetter und milde Temperaturen. Üblich ist die Zeit von Frühjahr bis Frühherbst. Im Winter und bei Dauerregen wird in der Regel nicht gestrichen.

Muss die Fassade vor dem Streichen gereinigt werden?

Fast immer. Staub, Algen und lose Farbreste verhindern, dass der neue Anstrich haftet. Je nach Untergrund wird mit Wasserdruck gereinigt und bei Befall zusätzlich mit einem Mittel gegen Algen und Pilze behandelt.

Fassade: Was kostet es bei Ihnen?

Ein paar Fragen, zwei Minuten – danach vereinbaren wir eine kostenlose Besichtigung und nennen Ihnen einen Festpreis.